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Lightroom Workflow

Lightroom Workflow

June 25, 2018

In 2013 habe ich meinen ersten Blog Post für eine Bearbeitung von Bildern in Lightroom und meinen damaligen Workflow beschrieben. Bis heute ist diese Seite eine der am meisten aufgerufenen Seiten auf meiner Website (alte Website und Blog existiert nicht mehr). Wie auch viele meiner Bearbeitungsschritte, so hat sich auch mein Workflow erheblich weiterentwickelt, weshalb ein Update angebracht wäre. Neben diesem kurzen Blog Post habe ich ebenfalls Mittlerweile meine fünfte Video Tutorial Reihe herausgebraucht, die sich genau mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Frage nach meinem Workflow war eine der am häufigsten gestellten Fragen nach meinem Release der ersten Luminanzmasken Videos im Sommer 2014 sowie meines wesentlich umfangreicheren Updates im Sommer 2015 "André Distels vollständiger Guide zu Luminanzmasken".

Mein Ziel ist es einen möglich effizienten und konsistenten Lightroom Workflow zu haben, der sich integrieren lässt mit Photoshop und den Prozess so vereinfacht, dass ich mehr Zeit für meine Portfolio Bilder aufbringen kann und natürlich mehr Zeit damit verbringen kann zu fotografieren anstatt mich durch einen unsortierten Lightroom Katalog zu wälzen und Stunden damit zu verbringen, das richtige Bild zu finden. Da ich selber lange Zeit nicht sonderlich organisiert war, was die Organisation meiner Bilder angeht, habe ich einiges nachholen müssen und bereue es ist keinster Weise. Der nachfolgende Workflow basiert auf meiner Art und Weise zu arbeiten und passt zu mir. Ich empfehle euch diesen als Grundgerüst oder Ideenansatz zu nehmen um euren eigenen Workflow zu bauen. Gerne dürft ihr natürlich auch meinen adaptieren und anschließend Anpassungen vornehmen wie ihr es für richtig haltet. Die Darstellung hier ist eher theoretischer Natur, sollte sich aber in der Praxis gut umsetzen lassen. Für die komplette praktische Anwendung gibt es über vier Stunden Videomaterial in meinem Lightroom Pro Workflow Tutorial.

 

1) Vor dem Import

Bevor wir damit anfangen unsere Bilder zu importieren, sollten wir eine Importvorgabe anlegen, die Chromatische Aberrationen direkt in Lightroom entfernt und das Profil auf "Camera neutral" umstellt. Dazu einfach ein Bild, welches noch nicht bearbeitet wurde(!) im Entwicklungsmodul ansehen und unter "Objektivkorrekturen" das Häkchen bei "Chromatisch Aberrationen entfernen" setzen sowie auch unter "Kamerakalibrierung" das Profil auf "Camera neutral" umstellen. Chromatische Aberrationen entstehen immer dort wo besonders helle auf besonders dunkel Tonwerte treffen und man erkennt sie daran, dass sie einen farbigen Rand bilden in rot, gelb, lila oder blau. Lightroom ist in der Regel sehr gut darin genau diese zu entfernen. Je früher man dies im Bearbeitungsprozess macht, desto einfacher und sauberer wird dies. Camera neutral gibt uns die neutralsten Farben im Bild und fügt keine Einstellungen die man in der Kamera eventuell gemacht hat dem Bild hinzu. Für unsere späteren Bearbeitungsschritte wollen wir ein Bild haben, das so neutral wie möglich ist. Haben wir diese Einstellungen vorgenommen, so können diese als Vorgabe abgespeichert werden. Dazu einfach am linken Bildschirmrand das plus Symbol neben Vorgaben anklicken und die aktuellen Einstellungen als neue Vorgabe speichern. Wir werden später diese direkt beim Import anwenden und sparen somit einen Schritt später, in dem wir sonst diese Einstellungen noch einmal separat vornehmen müssten. Neben der Importvorgabe empfehle ich ebenfalls eine Metadatenvorgabe anzulegen, in der Copyright und Ersteller ausgefüllt sind. Die kann im Bibliotheksmodul unter "Metadatenvorgaben bearbeiten" erfolgen.

 

2) Der Import

Zuerst beginne ich damit meine Speicherkarten zu importieren. Dazu schließe ich nicht die Kamera direkt an, sondern stecke die SD Karte direkt in den SD Karten Schlitz am MacBook. Viele Fotografen gehen nun her und kopieren alle Daten während des Imports direkt auf eine zweite Festplatte um alle RAW Dateien, die sie aufgenommen haben direkt abzusichern. Mir persönlich wäre das etwas zu viel, da ich viele der Daten nie wieder anfassen werde und selbst bei einem Totalausfall nie wieder gebrauchen könnte. Was ich aber mache ist, die Daten auf der SD Karte zu belassen, bis das ich das erste Backup gefahren haben. Da das Thema Backup und Data Management sehr umfangreich ist, gehe ich in diesem Tutorial nicht auf dieses separate Thema ein. Mehr zu diesem Thema und wie ich meine Daten sicher erfahrt ihr in meinem Pro Workflow Tutorial. Im Importfenster wähle ich nun am rechten Bildschirmrand meine Entwicklungsvorgabe die ich zuvor erstellt habe, sowie auch meine Copyright Vorgabe aus. Bevor ich nun die Bilder importiere ich speichere ich auch diese Einstellungen einmalig am unteren Bildschirmrand als neue Importvorgabe ab, so dass jeder Import gleich ist und somit eine erste Konsistenz im Workflow geschaffen wird.

 

3) Behalten oder Löschen?

Im nächsten Schritt entscheide ich welche Bilder ich behalten und welche ich löschen werde. Dazu arbeite ich mit Smart Sammlungen auf denen mein gesamtes Workflowkonzept ausgelegt ist. Zuerst schiebe ich alle Bilder in meinen "Workflow Start". Anschließend beginne ich damit auszusortieren und markiere Bilder mit einer weißen Flagge ("p") die ich behalten werde und mit einer schwarzen Flagge ("x"), die ich löschen werde. Abgelehnte Bilder werden später aus dem Bereich "Alle Fotos" gelöscht, da keine Bilder aus Smart Sammlungen direkt gelöscht werden können.

4) Rating / Bewertung

Alle Bilder, die ich behalte, wandern anschließend automatisch per Smart Sammlung in den Bereich der noch zu bewertenden Bilder. Dort entscheide ich im ersten Schritt ob ich Bilder noch einmal vergleiche oder entwickeln werde. In der Regel vergebe ich in diesem Schritt nicht mehr als drei Sterne (2 Sterne = Vergleich, 3 Sterne = Entwickeln). Ob Bilder wirklich das Potenzial zu einem Portfoliobild haben oder doch eher im Stockfoto Bereich landen zeigt sich oftmals nur während der Entwicklung selber, daher erfolgt eine vier oder fünf Sterne Bewertung erst nach dem Entwickeln. Vier Sterne Bilder landen landen in meinem Stockportfolio auf Photoshelter, Getty Images, Stocksy oder anderen Stockfoto Seiten. Fünf Sterne Bilder gehen in mein Portfolio in dem meine besten Bilder liegen, die ebenfalls als Print angeboten werden. Private Bilder werden direkt mit einem Stern versehen und in der Regel nicht bearbeitet.

Nach der Bildentwicklung in Lightroom und / oder Photoshop werden alle Bilder mit vier bis fünf Sternen rot markiert und wandern somit automatisch in den nächsten Schritt.

Eine der am häufigsten gestellten Fragen nach meinem vollständigen Guide zu Luminanzmasken war ob ich Photoshop und Luminanzmasken bei jedem Bild anwende. In vielen Fällen reicht mir Lightroom vollkommen aus. Stockfotos sind ein typisches Beispiel dafür. Hier gehe ich nur selten in Photoshop, da der Zeitaufwand einfach zu groß ist. So gut wie alle Portfoliobilder gehen jedoch zwischen durch als Round-trip nach Photoshop zur weiteren und ganz gezielten Bearbeitung und werden anschließend wieder automatisch in LR geladen und mit dem Original gestapelt. Ich werde euch, wenn wir den Workflow in den einzelnen Schritten durchlaufen beide Varianten zeigen.

 

5) Metadaten

Im nächsten Schritt füge ich sämtliche Metadaten und Keywords hinzu. Dazu gehört der Titel, der Ort, Beschreibung, usw. Auch hier kann man gut mit Vorgaben arbeiten um den Workflow noch zu beschleunigen. Da ein bis zwei Sterne Bilder keine Metadaten brauchen, spare ich mir die Arbeit und nehme daher das Rating vor der Metadateneingabe vor. Euer Schritt könnte aber auch genau andersherum sein. Nach dem Abschluss erhalten alle Bilder ein gelbes Label.

 

6) Export

Im letzten Schritt werden alle Bilder entsprechend ihrem Bestimmungsort nach Festlegung der Bewertung exportiert. Nach dem Export erhalten anschließend alle Bilder ein grünes Label, was das Zeichen dafür ist, dass sie fertig sind. Wenn wir uns das ganze nochmal angucken, sehen wir, dass ich mit einem ganz einfachen aber sehr effektiven Ampelsystem arbeite von rot über gelb bis grün.

Zudem werden alle Bilder mit 5 Sternen nochmal in Photoshop geöffnet und wo ein spezielles Schärfen für das Internet erfolgt mit Hilfe des TKActions V4 Bedienfels von Tony Kuyper. Diese Bilder werden anschließend wieder importiert und erhalten ein blaues Label, so dass Lightroom der komplette und vollständige Katalog aller meiner Bilder ist.

Abschließend werden alle Bilder aus dem Verzeichnis Workflow Start entfernt und gehen in die für sie vorgesehenen (Smart) Sammlungen außerhalb des Workflows.

Um das ganze immer so durchzuziehen gehört eine Menge Disziplin dazu, die ich auch nicht immer habe bzw. gehabt habe. Man kommt zurück von einem super Shooting und will nichts anders als sofort mit den besten Bildern loslegen. In meinem Fall hat das damit geendet, dass ich eine ganze Menge Dateileichen auf meinem Rechner hatte und die Übersicht verloren habe, welche Bilder bereits online waren, welche ich noch Bearbeiten wollte usw. Man vergisst einfach zu viel und das Suchen nach Bildern wird später um so schwieriger. Ich bin selber noch dabei alte Bilder in den Workflow zu bringen um einfach mal aufzuräumen und Ordnung zu schaffen. Ich kann euch nur empfehlen so früh wie möglich damit anzufangen. Ob euer Workflow genauso aussieht oder anders spielt erst einmal keine Rolle, aber einen zu haben ist unglaublich wichtig.

Ich hoffe euch mit diesem kurzen Tutorial ein wenig Input geben zu können wie man seine Bilder in Lightroom auf professionelle und effiziente Weise managen kann.

 

 



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The passepartout (or mat) is museum grade-quality and is 6cm wide on all sides of the images. The image itself has another 1,5cm border to show the fine detailed structure of the paper. All in all, you can add about 18cm (7") in width to the chosen image size.

Acrylic Face Mount

The chosen size of Acrylic Face Mount prints are exactly the same as the print sizes. Since Acrylic Face Mounts require a certain size to show, I only offer these types of mountings options starting at 75cm (30") on the longest edge. Acrylic Face Mounts represent my most popular products among customers.

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